Barrierefreies Wohnen in Deutschland: In diesen Städten ist das Angebot am größten
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Seniorendienst Eli die Fee analysiert über 94.000 Wohnungsinserate in Deutschlands 100 größten Städten auf Barrierefreiheit
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In Paderborn gibt es den höchsten Anteil barrierefreier Wohnungen, in Gelsenkirchen, Chemnitz und Zwickau den niedrigsten
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Kaufobjekte sind deutlich häufiger barrierefrei als Mietobjekte
Aufgrund der alternden Bevölkerung sind immer mehr Menschen in Deutschland in ihrer körperlichen Mobilität eingeschränkt und auf barrierefreie Wohnungen angewiesen. Doch das Angebot hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt: Laut Bundesregierung fehlen derzeit rund 2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen und die Lücke hat sich in den vergangenen Jahren sogar vergrößert.
Wo Betroffene überhaupt Chancen auf geeigneten Wohnraum haben, zeigt nun eine Analyse des bundesweit aktiven Seniorendienstes Eli die Fee. Dafür wurden 94.658 Wohnungsinserate in den 100 größten deutschen Städten ausgewertet und daraufhin geprüft, ob sie über einen stufenlosen Zugang verfügen und somit ein Mindestmaß an Barrierefreiheit erfüllen.

Symbolbild zur Veranschaulichung
In diesen Städten ist der Anteil barrierefreier Wohnungen am Wohnungsmarkt besonders hoch
Im bundesweiten Schnitt sind 11,7 Prozent aller untersuchten Wohnungen barrierefrei. Die besten Aussichten auf eine derartige Wohnung haben Suchende laut der Analyse in Paderborn. Dort verfügen 30,1 Prozent aller angebotenen Miet- und Kaufobjekte über einen stufenlosen Zugang. Auch Gütersloh (27,2 Prozent) und Konstanz (25,6 Prozent) erreichen Spitzenwerte. Komplettiert wird die Top Ten der Städte mit dem höchsten Angebot an barrierefreien Wohnungen durch Tübingen (24,7 Prozent), Mainz (23,4 Prozent), Bottrop (22,4 Prozent), Würzburg (21,5 Prozent), Darmstadt (21,3 Prozent) sowie Jena und Osnabrück (jeweils 20,8 Prozent).
Deutlich schwieriger dürfte sich die Suche nach einer barrierefreien Wohnung hingegen in Gelsenkirchen, Chemnitz und Zwickau gestalten, wo jeweils nur 2,8 Prozent der angebotenen Wohnungen barrierefrei sind. Das ist der niedrigste Wert im bundesweiten Vergleich. Aber auch in Witten (3,3 Prozent), Kiel (3,6 Prozent), Recklinghausen (4,1 Prozent), Hagen (4,4 Prozent), Iserlohn (4,5 Prozent) sowie Cottbus und Duisburg (jeweils 4,7 Prozent) ist das Angebot an Wohnraum mit stufenlosem Zugang besonders gering.
Kaufobjekte sind häufiger barrierefrei als Mietobjekte
Auffällig ist zudem, dass Wohnungen mit stufenlosem Zugang in vielen Städten vor allem im Kaufsegment zu finden sind. So ist der Anteil an barrierefreien Kaufobjekten in 74 von 100 analysierten Städten höher als am Mietmarkt. Besonders stark ist die Diskrepanz etwa in Oberhausen: Während nur 4,9 Prozent der Mietwohnungen barrierefrei sind, gilt dies für 30,3 Prozent der Kaufobjekte. Das ist ein Unterschied von 24,4 Prozentpunkten. Ähnliche Differenzen zeigen sich auch in Salzgitter (22,7 Prozentpunkte) und Gütersloh (20 Prozentpunkte).
Es gibt jedoch auch Ausnahmen. So ist der Anteil barrierefreier Mietwohnungen in einigen Städten sogar höher als im Kaufsegment. Am stärksten ausgeprägt ist der Unterschied in diese Richtung in Jena (15 Prozentpunkte), gefolgt von Moers (14,3 Prozentpunkte) und Erlangen (11,5 Prozentpunkte).
„In der Debatte geht es nicht um Immobilien, sondern um Würde, Teilhabe und Lebensqualität”
„Unsere Gesellschaft wird älter und mit ihr wächst der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum. Doch unsere Analyse zeigt, wie schwierig die Suche nach einer geeigneten Wohnung vielerorts ist. Besonders kritisch ist, dass entsprechende Angebote in vielen Städten vor allem im Kaufsegment zu finden sind. Damit wird Barrierefreiheit schnell zur Frage des Vermögens und das darf sie nicht sein”, meint Okan Elibol, Geschäftsführer von Eli die Fee. Er ergänzt:
„Für viele Menschen bedeutet fehlende Barrierefreiheit nicht nur Einschränkungen im Alltag, sondern im schlimmsten Fall auch den Verlust ihres Zuhauses. Wer sich in der eigenen Wohnung nicht mehr sicher bewegen kann und keine Alternative findet, sieht sich oft gezwungen, in ein Pflegeheim umzuziehen. Das beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen allerdings erheblich und belastet zugleich ein ohnehin stark beanspruchtes Pflegesystem.
Wir bei Eli die Fee setzen uns dafür ein, dass Menschen möglichst lange in ihrem eigenen Zuhause leben können. Dafür unterstützen wir sie bei allem, was vor der Pflege kommt: vom Einkauf über den Haushalt bis hin zur sozialen Teilhabe. Doch damit das gelingt, braucht es Wohnraum, in dem sie sich sicher bewegen können. Dass bundesweit bereits 2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen fehlen, zeigt den dringenden Handlungsbedarf. Wenn wir es als Gesellschaft ernst meinen mit einem selbstbestimmten Leben im Alter, muss barrierefreies Wohnen deutlich stärker in den Fokus von Politik, Stadtentwicklung und Wohnungsbau rücken. Am Ende geht es in dieser Debatte nämlich nicht um Immobilien, sondern um Würde, Teilhabe und Lebensqualität.“
Das ist die Untersuchungsgrundlage
Um herauszufinden, wo es in Deutschland den höchsten Anteil an barrierefreien Wohnungen auf dem Immobilienmarkt gibt, hat der Seniorendienst Eli die Fee das Immobilienangebot in den 100 größten deutschen Städten ausgewertet. Grundlage waren 94.658 Online-Immobilieninserate für Wohnungen, die am 02. März 2026 öffentlich waren. Erfasst wurden sowohl Miet- als auch Kaufobjekte. Als barrierefrei wurden Wohnungen mit einem stufenlosen Zugang gewertet.
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Niklas Fucks
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Tel.: 030 7001 2558
Über Eli die Fee
Eli die Fee (https://www.elidiefee.de) unterstützt seit mehr als 17 Jahren Senioren und Menschen mit Einschränkungen bei alltäglichen Aufgaben wie Haushalt, Einkauf oder Arztterminen. Dabei bedient Eli die Fee bewusst eine Marktnische zwischen der rein ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe und der hochmedizinischen Pflege. Das Familienunternehmen entstand in Bochum aus der ehrenamtlichen Tätigkeit von Gründerin Filiz Elibol, die sich um eine Nachbarin kümmerte. Heute unterstützt Eli die Fee über 12.000 Kunden mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden an 45 Standorten – Tendenz steigend. Dabei agieren die Ableger von Eli die Fee als Franchises mit lokalen Partnern. Okan Elibol leitet die Eli Group, zu der neben Seniorendienst und Franchisegeschäft auch Eli Krankenbeförderung und Eli Paket, das Pflegebedürftige bei der Bestellung von Pflegehilfsmitteln unterstützt, gehören.